Berufsorientierung kann Theorie sein – oder ein Erlebnis. Unser Handwerker-Tourstopp an der Helene-Lange-Realschule zeigte 100 Schülern, warum Karriere mit Köpfchen und geschickten Händen nicht nur gefragt ist, sondern beste Perspektiven bietet.
Mit den Metall-, Maler- und Lackierer-, Dachdecker- und Zimmerer-Innungen sowie der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Ruhr-West war das volle Spektrum des Handwerks vertreten. Hier ging es nicht um staubige Klischees, sondern um Hightech-Werkstoffe, Präzisionsarbeit und kreative Gestaltung. Wer dachte, ein Dachdecker verbringt den ganzen Tag nur auf Leitern oder ein Metallbauer formt bloß Rohre, bekam einen völlig neuen Blick auf diese Berufe.
Schon die Talkrunde machte klar: Hier gibt es nicht nur sichere Jobs, sondern echte Karrieren mit Zukunft. Wie digital arbeitet ein moderner Malerbetrieb? Was muss ein Zimmerer heute draufhaben, um nachhaltige Holzbauten zu realisieren? Und warum sind Heizungsbauer entscheidend für die Energiewende? Die Schüler stellten die richtigen Fragen – und bekamen ehrliche Antworten aus der Praxis.
Danach wurde es konkret: An den Ständen der Innungen konnten die Schüler ins Gespräch gehen, sich über Ausbildungswege informieren und direkt erste Kontakte knüpfen. „Die Ausbildungsoffensive hat bei unseren Schülern echtes Interesse für das Handwerk geweckt“, fasst Kai Offermann, Berufsorientierungslehrer der Helene-Lange-Realschule, zusammen. „Viele Schüler haben heute erkannt, dass Handwerk weit mehr ist als das, was sie bisher dachten. Der direkte Austausch auf Augenhöhe war dabei eine große Hilfe.“
Schulen, die ihren Schülern ebenso praxisnahe Einblicke ermöglichen möchten, finden hier alle Infos zur Anmeldung. Unternehmen und Innungen, die Fachkräfte von morgen schon heute begeistern wollen, können sich hier informieren.